Kunst im öffentlichen Raum Ist frei zugänglich
 
Deckenmalerei 9 Elemente im Haus der Erinnerung St Georgen an der Gusen 
Mischtechnik auf Stoff.
 
Beschreibung:
Das Werk hängt und kämpft sich durch die Holzkonstruktion. Es ist als wäre das ein vorgetäuschtes Stollensystem in dem jede Ecke eine andere Geschichte erzählt..
Im zweiten kleineren Raum 
hängen die drei Elemente der Hoffnung auf Wachsamkeit.
 
Das Werk gegen das Vergessen von Renate Moran
 
Renate Moran mit ihrem Werk für die Raumdecke im Haus der Erinnerung, es sind 
9 Bildelemente  Flächen insgesamt ca 44 qm mit dem Titel   
 
„NIE WIEDER“
 
 Das Haus der Erinnerung befindet sich in St.Georgen a.d.Gusen, gegenüber des Eingangs vom „Bergkristallstollen“ 
 
Nähere Werk-Beschreibung:
 
- es war eine sehr sensible Aufgabe. Ich habe mich in meiner Arbeit mit der Aufgabe beschäftigt, sich zu erinnern, zu erinnern was wir von Eltern und Großeltern versteckt oder gar nicht mitbekommen haben- es war zu wenig. Viel hörten wir ja nicht von den Grausamkeiten, der NS - Zeit, die aber immerhin von unserem Volk, von unseren Vorfahren ausging.
 
So habe ich nachgelesen und konnte nicht mehr schlafen.
 
Unvorstellbar wie Unschuldige gequält wurden. Wie Menschen gefoltert und erniedrigt wurden- bis zum frühen entsetzlichen Tod.
 
So etwas darf NIE WIEDER passieren
 
Auch Zwangsarbeit darf nicht wieder eingesetzt werden. RESPEKT und Konfliktlösung für alle Menschen sollte  ein Pflichtgegenstand in Schulen sein.
 
Wir müssen achtsam sein.
 
Bei schleichenden Werbungen gegen die Menschlichkeit und Ansichten die unrecht der Menschenwürde gegenüber sind, muss man sofort halt rufen und nicht wegschauen.
                           
Ausgehend von großen schweren dunklen Steinen, dem Bildzentrum, im großen Raum in dem sich 6 Elemente befinden, sollte man als Betrachter das Gefühl erleben, dass diese Steine auf einen zukommen und auf unsere Köpfe fallen. Wir gehen weiter zu einem längeren Bildelement. Das symbolisiert den steinigen Weg. Schon beginnt es blutig zu werden. Es gibt Schilder mit Nummern, seitenverkehrt dargestellt. Es war in der schweren Zeit der KZ s leider so, dass Menschen namenlos waren. Sie wurden nur mit Nummern bezeichnet. 
Hoffentlich NIE WIEDER so würdelos ohne Namen sein. 
Wenn wir uns den Spiegel vorhalten, werden wir zurückblicken. 
Wie fühlt sich das an wenn wir den Spiegel in Richtung Deckengemälde halten. Was sehen wir? Die Nummern seitenrichtig. Aber auch sich selbst den Spiegel vorhalten ist notwendig. Wie hätten wir uns verhalten in dieser Zeit, wie verhalten wir uns heute?
 
Wir sehen am Ende des „ steinigen Weges“ ein Bild in dem die Steine zu Köpfe werden. Verzweiflung und blutiges Leid. 
 
NEIN - NIE WIEDER 
 
Wir gehen wieder zurück zum Bildzentrum und sehen hier links und rechts die gleich großen Bildelemente mit Steine und hellen Sandhügeln und Sandstaub. Das ist der Quarzsand der sich in die Lungen der zwangsarbeitenden Häftlinge frass und sie In kürzester Zeit krank machte.
Auch bei diesen beiden Bildelementen kann man in den Steinformen mahnende Gesichter erkennen.
 
Wir gehen weiter in den anschließenden kleinen Seminarraum. Hier sind die letzten 3 Bildelemente zu sehen. Wir gehen in die Zukunft.
Es wächst Gras über diese furchtbare Zeit.
Im ersten Bild sehen wir rotes Gras. Hier ist der Boden noch blutdurchtränkt, das Gras noch gefärbt. 
Die Zeit vergeht.
Das 2. Element hat schon grünes Gras die Hoffnung macht sich breit. 
Das 3. Element zeigt schon die Frucht des Friedens. Hier kann das Korn schon wachsen.  Ich sehe darin die Symbolik der Reife der heutigen Menschen. Hoffen wir’s. Reif zum Frieden soll sichtbar sein. Aber sind wir das?
 
 
Unsere DEMOKRATIE unsere FREIHEIT darf nicht geschmälert werden. 
 
Ich möchte mit meinem Werk uns und viele nachkommende Menschen zum Denken herausfordern - beim Betrachten der Bilder sollte sich etwas In Richtung VORSICHT  bewegen - auch auf das WIE und WAS wir heute achten sollen und können, damit sich so eine schreckliche Zeit, wie in den Lagern der NS und im Bergkristall-Stollen, NIE WIEDER  wiederholen kann.
R.Moran